Heinz Jahnen Pflüger
Urban Planners and Architects Partnership
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15.07.2008: Wettbewerblicher Dialog: Neuordnung Drachenfelsstraße/ Winzerstraße/ Talstation Drachenfelsbahn in Königswinter, 1. PreisTeam Paschertz Grundstücks GmbH, Willich mit HJPplaner, Aachen Der städtebauliche Entwurf verfolgt das Ziel, die öffentlichen Räume im Planbereich, angelehnt an die Historie des Orts, in klar gegliederte Raumabfolgen von Gassen, Straßen, Plätzen und Höfen zu organisieren. Hierzu werden Raumkanten gebildet und der Straßenraum öffnet sich als seitlich angelegter Taschenplatz mit dem Charakter eines „Winzerhofes“ und weitet sich im weiteren Verlauf zu einem langgestreckten Angerplatz im Vorbereich der Talstation auf. Die Überwindung der Höhen erfolgt als (Weinbergs-)Terrassen. Hiermit wird ein Motiv der umgebenden Landschaft aufgegriffen und erstreckt sich von den angrenzenden Rheinhängen bis zur neu geschaffenen Unterführung, sodass der Besucher bereits nach Durchschreiten der Unterführung mit dem Thema Berg, Fels und Terrassen empfangen wird. Das freiraumplanerische und Grünkonzept trägt regionaltypische Züge: Trockenmauerwerk, wassergebundene Schotterflächen, Natursteinpflasterrinnen, Treppenanlagen in Naturstein, Gehwege aus Asphalt mit hellen Zuschlagstoffen, hoch aufgeastete Pflanzungen auf dem Angerplatz, z. B. Platanen als Blätterdach und Sichtschutz zur Hochstraße, Weinreben an Spanndrähten ebenfalls als Sichtschutz. Das Verkehrs- und Erschließungskonzept sieht eine klare Trennung von IV und Fußgängerverkehren vor. Die Überwindung des Höhenunterschieds von ca. 7 m zwischen der geplanten Unterführung und der Winzerstraße erfolgt im zentralen Bereich auf unterschiedlichen Wegen: u. a. kombinierte Rampen-Stufenanlage, langgestreckte flache Stufenanlage sowie Aufzug. Durch diese Differenzierung wird es möglich, den unterschiedlichen Mobilitätsgraden der Besucher gerecht zu werden. Mit dem Nutzungskonzept Neubebauung soll die Versorgungssituation für Ortsansässige verbessert werden, durch Vermarktung regionaler Produkte sowie die Errichtung einer Vinothek können auch Ortsfremde als Kundschaft geworben werden. Weitere Angebote liegen im Bereich Gesundheit und Wellness, Gastronomie und altengerechten Wohnen. Die derzeit unbefriedigende Lage der Eselstation kann auf dem neuen Angerplatz neu organisiert und im Mittelbereich präsentiert werden. Die vorhandene „Restbebauung“ kann im städtebaulichen Konzept zunächst als Zwischenlösung bestehen bleiben, bis eine Ersatzparzelle gefunden ist. |
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Heinz Jahnen Pflüger
Stadtplaner und Architekten Partnerschaft
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