Öffentliche Fachveranstaltung / Abschlussveranstaltung im Kloster Chorin

zum ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“

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Programm

Photo Dr. Anna Scuttari
Dr. Anna Scuttari (© Scuttari)
Photo Jörg Finkbeiner
Jörg Finkbeiner (© Finkbeiner)
Photo Sarah Wiener
Sarah Wiener (© Christian Kaufmann)
Zeit Thema
ca. 10.30 Uhr Ankommen
11.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Dr. Frank Pflüger, HJPplaner
11.30 Uhr BLICK VON AUSSEN (INPUTS UND IMPULSE)
Dr. Anna Scuttari (Tourismusforscherin, Bozen/Italien)
Jörg Finkbeiner (Architekt, Berlin)
Sarah Wiener (Spitzenköchin, Berlin)
13.15 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Baukultur-und-Tourismus-Häppchen „4 aus 22“
16.00 Uhr PLENUM und ABSCHLUSSDISKUSSION
ca. 17.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Das Baukultur- und Tourismus-Buffet

Da Qualität und Genuss bei uns im Mittelpunkt stehen, möchten wir Ihnen in einem kurzweiligen Format möglichst viele konkrete Ergebnisse aus dem Forschungsfeld in „delikaten kleinen Häppchen“ servieren: Referentinnen und Referenten aus den Modellvorhaben, vom BMI und das Baukultour-Team werden Ihnen als Kurzinput kompakte „Häppchen“ präsentieren und anschließend mit Ihnen diskutieren. Danach ertönt die Klosterglocke und es wird gewechselt.

Es werden insgesamt 20 Themenhäppchen – viermal hintereinander fünf Angebote parallel – serviert. So bekommen Sie auf spannende Art einen intensiven Einblick in die Ergebnisse unserer dreijährigen Arbeit. Stellen Sie sich hier Ihr eigenes Baukultur-und-Tourismus-Menü zusammen – wählen Sie bitte aus diesen Vorschlägen die vier Themenhäppchen aus, die Sie am meisten ansprechen und wir arrangieren Ihnen daraus Ihre individuelle Klosterpartie … Sie können die Themen direkt per Klick auf den Text auswählen und ggf. im Formular Ihre Wahl noch verfeinern.

  • TOURISMUS und Baukultur
    1. Touristische Produkte, die aus einer BKuT-Kooperation entstehen können

      Der intensive Austausch und die Kooperation mit Baukultur-Experten bringt Touristiker auf neue Ideen für ihre touristische Angebotspalette – Beispiele dafür aus dem Modellvorhaben Mecklenburg-Strelitz.

      Referenten: Frank Fechner und Lutz Braun (Modellvorhaben Mecklenburg-Strelitz)

    2. Baukultur als Thema zur Profilbildung einer Destination

      Destinationen stehen untereinander im harten Konkurrenzkampf um die Gäste. Umso besser, wenn eine Destination ein klares Profil hat, das sie unverwechselbar macht und die Gäste langfristig bindet. Regionale Baukultur kann dabei helfen.

      Referent: Karsten Palme (Forschungsassistenz-Team, COMPASS)

    3. Natur + Kultur als wichtige Ressourcen eines lebendigen Tourismus

      Touristen lieben Naturlandschaften! Touristen lieben Kulturlandschaften! Das Modellvorhaben Uckermark-Barnim versucht mit dem Biosphärenreservat Schorfheide Chorin beidem gerecht zu werden – nicht zuletzt durch Kontinuität, tolle Partner und auf vielen Ebenen

      Referent: Uwe Graumann (Modellvorhaben Uckermark-Barnim)

  • BAUKULTUR und Tourismus
    1. Ist das Baukultur? Beispiele!

      Oft lautet die erste Frage: Was meint Ihr mit Baukultur, gibt es eine Definition? Ist das „gutes“ Bauen? Sieht Baukultur überall gleich aus? Hier sind Antworten und Anregungen garantiert.

      Referentin: Anne Keßler (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, BMI)

    2. Architektonische Qualitäten „ermitteln“ und „vermitteln“

      In der Elbe-Weser-Region gibt es viele Bauten aus den regionalen Baumaterialien Backstein und Feldstein. Darunter sind wahre Architekturschätze, die eher im Verborgenen blühen – und die man erst wirklich würdigen kann, wenn man etwas über die Hintergründe weiß.

      Referent: Lothar Tabery (Modellvorhaben Elbe-Weser)

    3. Baukultur und Nachhaltigkeit – was hat das miteinander zu tun?

      Nachhaltigkeit ist das aktuelle „Buzz-Word“ – überall auch im Tourismus. Da geht es um Overtourism, Mobilitätskonzepte, Energieeinsparungen oder „Klimateller“. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass natürlich auch das regionale Bauen mit allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit zu tun hat: der wirtschaftlichen, der sozialen und der ökologischen.

      Referentin: Martina Leicher (Forschungsassistenz-Team, COMPASS)

    4. Baukultur vs. Baugeschichte – wo ist der Unterschied?

      Viele Laien würden vermutlich sagen: das ist doch dasselbe! Dass dem nicht so ist und warum, wird in diesem Vortrag thematisiert und an Hand von Beispielen erläutert.

      Referent: Karsten Ley (Modellvorhaben Elbe-Weser)

    5. Wie baue ich regional und zeitgemäß?

      Viele denken bei Baukultur an historische Bauten: an Fachwerkromantik, Burgen, Kirchen, Schlösser… Aber auch moderne Bauten können und sollten (!) in den Kontext der jeweiligen Region eingepasst werden.

      Referent: Prof. Dr. Jürgen Peters (Modellvorhaben Uckermark-Barnim)

    6. Gestaltungsberatung im Naturpark Südschwarzwald

      Regionale Baukultur scheitert häufig in der Umsetzung auf lokaler Ebene: in den Kommunen, bei den privaten Bauherren, sowohl im Neubau, wie bei Modernisierungen … Hier bewirkt eine praxisorientierte, niederschwellige Beratung und Begleitung der Bauwilligen wahre Wunder.

      Referentin: Ruth Scheurer (Modellvorhaben Südschwarzwald)

    7. Ist Baukultur Luxus? – Kosten qualitätsvollen Bauens

      „Wenn wir mehr Geld hätten, würden wir auch so schön bauen.“ Das Vorurteil, dass „gutes“ Bauen teurer ist als „schlechtes“, hält sich leider, wider alle Erfahrung. Ein Praktiker nennt Fakten.

      Referent: Michael Arns, Dipl. Ing. Architekt BDA (Modellvorhaben Sauerland)

  • BKuT in der KOMMUNE
    1. Bau- und Planungsämter einbeziehen: wie begeistert man Verantwortliche für Tourismus und Baukultur?

      Regionale Baukultur scheitert häufig in der Umsetzung auf lokaler Ebene: in den Kommunen, bei den privaten Bauherren, sowohl im Neubau, wie bei Modernisierungen. Das Bewusstsein für die Zusammenhänge zu erhöhen und die Verantwortlichen zu begeistern, ist mühsam aber möglich.

      Referent: Hans Herrmann Bode (Modellvorhaben Elbe-Weser)

    2. Qualität als Maßstab kommunalen Handelns

      Gutes Planen und Bauen findet vor allem in Städten und Gemeinden statt und kann Spaß machen! Für Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Lebenswelt für sich und ihre Gäste noch lebenswerter zu gestalten.

      Referent: Dr. Frank Pflüger (Forschungsassistenz-Team, HJPplaner)

  • BKuT – VERMITTLUNG UND VERNETZUNG
    1. Vermittlung moderner, zeitgenössischer Architektur an Gastgeber

      Gerade wenn ein Generationswechsel ansteht, werden Hoteliers oder Gastronomen schnell zu Bauherrn. Es muss nicht immer gleich ein Neubau sein, es kann sich auch um die Modernisierung des Gastraumes handeln. Häufig wird so gebaut, wie es „eben gerade passt“ oder wie man es woanders „gesehen“ hat. Eine zeitgemäße architektonische Lösung braucht aber versierte Fachleute, die sich auskennen und erklären, was „passt“.

      Referentin: Dr. Diana Wiedemann (Modellvorhaben Südschwarzwald)

    2. Wie nehme ich die Einheimischen auf dem Weg zu einer Baukultur- und Tourismusregion mit?

      In der Region um Weißwasser haben die Menschen gerade andere Themen, die wichtig sind: den Strukturwandel zum Beispiel. Wie kann es trotzdem – oder gerade deshalb – gelingen, einer Region durch neue Themen eine Perspektive zu geben und die Bewohner/innen dafür zu begeistern?

      Referent: Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Modellvorhaben Weißwasser)

    3. Moderne Vermittlung und Kommunikation von Baukultur für Touristen und Einheimische

      Wie schaffe ich es, einen Architekten, der seit über 30 Jahren tot ist, mit seinem Werk und seinen Ideen zum neuen Leben zu erwecken? Wie stelle ich das an, einen fast verschwundenen Industriezweig mit all seinen Bauwerken vor dem inneren Auge der Gäste und Bürger wieder „sichtbar“ und vor allem erlebbar zu machen? In Weißwasser gibt es hierzu wirklich neue und attraktive Ideen.

      Referentin: Heidi Pinkepank (Modellvorhaben Weißwasser)

    4. Baukultur ist Übersetzungsarbeit. Wie geht das am besten?

      Baukultur muss immer erklärt, also quasi „übersetzt“ werden: vom Öffentlichen ins Private, vom Großen ins Kleine, vom Theoretischen ins Praktische, vom Architektonischen ins Touristische … ein wahres Babel! Aus der Praxis berichtet dieser Input.

      Referentin: Petra Buchholz (Modellvorhaben Uckermark-Barnim)

    5. Welche Akteure brauchen wir für die BKuT-Kooperation und wie gelingen Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit?

      Am Bauen sind – von der Planung bis zum Einzug – zahlreiche Menschen beteiligt und in touristischen Aktivitäten „mischen“ unterschiedlichste Akteure mit. Wenn beide Disziplinen zusammen gedacht und umgesetzt werden sollen, wird der Kreis der Akteure fast unüberschaubar. Wir geben Orientierungshilfe.

      Referentin: Tina Hörmann (Forschungsassistenz-Team, HJPplaner)

  • … und noch mehr BAUKULTUR UND TOURISMUS
    1. Warum Industriekulturtourismus die Fragen des Strukturwandels nicht beantwortet!

      „Statt in Braunkohle machen wir jetzt in Tourismus.“ – Bergleute und Ingenieure werden zu Gastgebern und Touristenführern!? Man merkt sofort: so einfach ist das nicht. Von den Herausforderungen des Strukturwandels berichtet dieser Beitrag.

      Referent: Dr. Lars Scharnholz (Modellvorhaben Weißwasser)

    2. Albergo diffuso – ein Modell auch für andere Regionen?

      Klingt einfach und einfach schön: ein ganzer Ort wird zum Hotel – es gibt eine zentrale Rezeption und die Zimmer verteilen sich über den ganzen Ort. Ist aber schwieriger, als es sich anhört. Über die Chancen und Herausforderungen beim Aufbau des ersten deutschen Albergo diffuso.

      Referentin: Yvonne Slanz (Modellvorhaben Mainbernheim)

    3. Segen oder Fluch? Regionale Baukultur und Tourismus im Schatten der Hauptstadt.

      Das Berliner Umland profitiert von der Hauptstadt: sie bringt Gäste, Geld und neue Ideen. Das Berliner Umland leidet unter der Hauptstadt: sie bringt Verkehr, Lärm und hohe Ansprüche. Wir beleuchten beide Seiten der Medaille im baukulturell-touristischen Kontext.

      Referentin: Sabine Grassow (Modellvorhaben Uckermark-Barnim)

    4. bauWERK SCHWARZWALD

      Mit bauWERK SCHWARZWALD wird ein Kompetenzzentrum für Schwarzwälder Baukultur, Handwerk und Design gegründet. Ziel ist es, die regionsspezifische Bau- und Handwerkskultur zu fördern, Anlaufstelle für alle Interessierten zu sein und den Erhalt und die Weitergabe von Wissen und Kulturgut zu unterstützen.

      Referentin: Christina Cammerer (Modellvorhaben Südschwarzwald)

    5. Industriebetriebe und andere Wirtschaftsunternehmen für Baukultur und Tourismus gewinnen

      Handwerkern und Industrievertretern ist oft nicht klar, dass sie mit ihren Fertigungsanlagen prägend für Ortschaften, ja sogar Regionen sein können. Gleichzeitig bringen große Unternehmen ihre Kunden als „Fremde“ in eine Region, aus denen später auch „Gäste“ werden könnten. Wenn es gelingt, Handwerker und Firmen aus dem Bausektor für BKuT zu begeistern, profitieren alle Seiten davon. Das MV Sauerland zeigt, wie es geht.

      Referent: Stefan Baumann (Modellvorhaben Sauerland)

Organisation und Anmeldung

Kloster Chorin
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Tagungsort
Kloster Chorin, Amt Chorin 11a, 16230 Chorin

  • Anreise mit dem Pkw siehe www.kloster-chorin.org/anfahrt
  • Für Reisende mit dem ÖPNV (ab Berlin-Hbf. in Richtung Angermünde mit dem RE 3) organisieren wir einen Bus-Shuttle von/zum Bahnhof Chorin. Bitte anmelden!

Veranstaltungsorganisation
HJPplaner – Stadtplaner und Architekten Partnerschaft

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Die Europäische Datenschutzgrundverordnung ist ab dem 25.05.2018 in Kraft. Mit ihr werden die Rechte der Verbraucher gestärkt. Wir nehmen das sehr ernst.

Ihre zur Anmeldung eingegebenen Daten Vorname/Name und Institution werden von uns gespeichert und für die Tagung in einer Teilnehmerliste aufbereitet, die alle Teilnehmer/innen der Tagung zur Verfügung gestellt werden soll. Sollten Sie nicht wünschen, dass Ihr Name genannt wird, senden Sie uns bitte eine entsprechende E-Mail unter: bkut@hjpplaner.de

Anmeldung

Die Anmeldefrist ist vorbei. Sie können unter bkut@hjpplaner.de nachfragen, ob noch Plätze frei sind.

Kontakt

Veranstalter
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
Referat SWI 6 – Baukultur, Städtebaulicher Denkmalschutz
Anne Keßler

Vorbereitung
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR)
Referat I 7 – Baukultur, Städtebaulicher Denkmalschutz
Christoph Vennemann

in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „BAUKULTOUR“

HJPplaner – Stadtplaner und Architekten Partnerschaft und COMPASS GmbH

Rückfragen an
HJPplaner – Stadtplaner und Architekten Partnerschaft
Dr. Frank Pflüger / Tina Hörmann
Kasinostr. 70 A
52066 Aachen
+49 (0)241 6082600
mail@HJPplaner.de
www.HJPplaner.de

COMPASS GmbH
Martina Leicher / Karsten Palme
Zollstockgürtel 67
50969 Köln
+49 (0)221 94339638
info@compass-cbs.de
www.compass-cbs.de

Weitere Informationen zum ExWoSt-Forschungsfeld Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region oder unter http://www.baukultour.de

Alle Rechte vorbehalten.

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)
Heinz Jahnen Pflüger
Stadtplaner und Architekten Partnerschaft
Kasinostraße 76 A
52066 Aachen


Telefon: +49 241 608260-0
Telefax: +49 241 608260-10
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